Aus dem Pressetext

Zutiefst persönlich: Ein Album im Schlaf geschrieben

Die verbindende Kraft von Musik und Liebe: Buddy & Julie Miller präsentieren „In The Throes“

  • Erscheint am 22.09. via New West, Redeye / Bertus 
  • Genre: Country/Americana
  • CD (EAN 0607396655229) und LP (EAN 0607396575312)
  • Ehepaar ist seit den 70-ern gemeinsam auf der Bühne
  • Einen Grammy-Preis, mehrfache Nominierungen, 13 Americana Music Association Awards
  • zahlreiche Gold- und Platinplatten durch Kooperationen mit u.a. Linda Ronstadt, Levon Helm, Emmylou Harris und Diana Krall
  • bekannteste gemeinesame Songs: Gasoline And Matches& Spittin‘ On Fire

 

Am 22.9. veröffentlichen Buddy & Julie Miller ihr Album „In The Throes“ auf CD und LP über New West Records, Redeye / Bertus. Nachdem sie sich Mitte der 1970-er Jahre kennengelernt hatten, spielten sie zusammen in einigen Bands. Buddy war beeindruckt von Julies Songwriting und von der Art und Weise, wie sie komplexe Emotionen mit Klarheit und Zielstrebigkeit ausdrücken konnte. „In the Throes“ entstand während einer sehr kreativen Phase von Julie, in der die Lieder „nur so aus ihr heraus sprudelten“, wie sie selbst sagt. „Ich stand auf, ging die Treppe hinunter und sang ein paar Noten, die er auf der Gitarre spielen sollte. Ich sang das ganze Lied in einem Take und ging dann zurück ins Bett.“ Julie wollte anfangs diese sehr persönlichen Aufnahmen nicht veröffentlichen. Buddy und weitere Musikerkollegen konnten sie glücklicherweise vom Gegenteil überzeugen.
Es gibt hier keinen Prozess, Spontanität bestimmt die Kreativarbeit. Es gibt kein Fließbandverfahren, nur die Offenheit für Inspirationsschübe und Stunden des Tüftelns, was bedeutet, dass ihr viertes gemeinsames Album „In the Throes“ lebendig und vielfältig, exzentrisch und leicht schräg klingt: eine zutiefst gefühlvolle Kollision von trauerndem Gospel, staubigem Country, kosmischem Blues, ekstatischem R&B und allem anderen, was ihnen in den Sinn kommt.

Im Jahr 2001 – zwanzig Jahre nach ihrer Heirat – veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Buddy & Julie Miller“ als Duo, welches von der Americana Music Association als Album des Jahres gekrönt wurde. Mit jedem weiteren Album – „Written in Chalk“ (2009) und „Breakdown on 20th Avenue South“ im Jahr 2019 – haben sie die Grenzen der Americana-Musik immer weiter verschoben. An diese Erfolge knüpft das eingespielte Team nun an. Die Musik ist eine Erweiterung ihrer Ehe, geboren aus der Freude und Reibereien zwischen ihnen.

Julie Miller schrieb in ihrem kreativen Flow alle Tracks selber, bis auf einen: „Don’t Make Her Cry“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von zwischen Julie, Regina McCrary und Bob Dylan. „Don’t Make Her Cry“ waren die Worte, die Regina McCrarys Vater zu Bob Dylan sagte, als sie sich 1978 bei einer Show in Nashville trafen, kurz nachdem sich Regina seiner Band angeschlossen hatte, erzählt Buddy Miller gegenüber „SPIN“. Drei Jahrzehnte später fingen sie an, gemeinsam den Text zu dem Song zu schreiben. Als es darum ging, den Song zu finalisieren, sagte Bob Dylan zu Regina: „Gib es Buddy Miller“. Dieser habe ihn dann an Julie weitergegeben, die weitere Texte hinzugefügt, andere umgeschrieben und diese dann schließlich vertont hat. Im sanften 6/8-Rhythmus und mit einem sympathischen Leadgesang von Buddy fügt sich „Don’t Make Her Cry“ ganz natürlich in das Album ein: eine sanft gesprochene Ode an Durchhaltevermögen und Schutz.

(All pictures by Jeff Fasano)

Munich Talk Resumee:

Ein fantastisches Album aus der Genrereihe Americana mit allem, was man sich aus dem Land der unbegrenzten (Musik-)Möglichkeiten vorstellen kann: Folk, Country, Blues und Rock. Das Musikerpaar Buddy und Julie Miller präsentieren 12 Songs, die unter die Haut gehen. Dazu trägt im Wesentlichen die kindlich-mädchenhafte Stimme von Julie Miller bei, wie wir sie z.B. auch von Cynthia Lauper kennen. In der Stimme wiegt eine Naivität mit, die den Zuhörer mitnehmen muss, auch wenn Julie bereits eine reife Dame ist. Aber auch das Gesangsduett mit Ehemann Buddy wirkt tief. Instrumentiert werden die Songs mit viel akustischen Saiteninstrumenten wie Westerngitarren, Mandolinen oder Banjos, die somit amtlich für Countrysound sorgen. Es geht aber elektrisch zu, wenn bei „In the Throes“ die Hammondorgel wimmert und die E-Gitarre schreit. Das Album bietet aber auch Balladen wie „Don’t make her cry“. Völlig überraschend kommt der letzte Song „Oh shout“, das wie ein Kinderlied durch Julies Stimme lieblich intoniert startet und nach 1:40 Minuten leise, ganz leise endet. Toll!

Munich Talk Hörtipp:

Jeder Song ist eigen und toll. Aber machen wir uns es einfach, um einfach mal reinzuhören und um uns schnell begeistern zu lassen: „You’re My Thrill“ als Ballade und erstes Beispiel vom Sound des Albums und Julies intensiver Stimme, „In The Throes“ als schnelle rockige Nummer und „Don’t Make Her Cry“, weil es auch eine intensive und romantische Ballade ist und durch die Orgel an Intensität gewinnt.

Songliste:

1. You’re My Thrill
2. In The Throes
3. Don’t Make Her Cry
4. Niccolo
5. I Love You
6. The Last Bridge You Will Cross
7. The Painkillers Ain’t Workin’
8. Tattooed Tear
9. I Been Around
10. I’ll Never Live It Down
11. We’re Leavin’
12. Oh Shout

Mitmusiker:

Fred Eltringham – Drums and percussion
Viktor Krauss – Bass on tracks 1, 4, 7, 10
Byron House – Bass on tracks 2, 3, 5, 11
Tim Lauer – all keyboards except 6 & 10
Stuart Duncan – fiddle on “We’re Leavin’”
Matt Slocum – cello on “The Last Bridge You Will Cross”
Emmylou Harris sings on “The Last Bridge You Will Cross”
Larry Campbell & Teresa Williams sing on “We’re Leavin’”
Regina McCrary sings on “Don’t Make Her Cry”
Gurf Morlix sings on “The Painkillers Ain’t Workin’”

Videos: