Bad temper wörtlich übersetzt heißt schlechte Laune oder schlechte Stimmung. Und wenn man die neue CD von Bad Temper Joe „Ain’t Worth a Damn“ hört, muss man darauf gefasst sein, dass es nicht unbedingt fröhlich zugeht. Das Album besteht aus Sololiveaufnahmen aus dem Café de Loge in Gent im Rahmen von Joes Belgien Tour im November 2017. Es kommt spartanisch im Cartoncover mit nicht als der schwarzen CD und der Titelliste. Bad Temper Joe spielt meisterhaft akustische Gitarren, Reso- und Weissenborngitarren und sorgt so für Deltaatmosphäre.  Seine Stimme ist melancholisch, traurig und rauh, meist Moll und wenig Dur. Bis auf „Spoonful“ sind alle anderen 8 Songs von Bad Joe Temper geschrieben. Die Inhalte beschreiben die typischen und versteckten Themen des Blues und wenn er von „Honey for My Biscuit“ spricht, ist damit nicht unbedingt ein Keks gemeint. Auch wenn Bad Temper Joe vornehmlich in Deutschland oder Europa unterwegs ist, klingen seine Songs wie die des Reisenden durch das Mississippidelta oder den staubigen Straßen der USA. Seine Songs sind sentimental bis schwermütig und wenn „If Tears Were Diamonds“ wahr wäre,  müsste Bad Temper Joe auch nicht mehr zu Fuß gehen. In „Most Things Haven’t Worked Out Yet“ würde er sich am liebsten hinsetzen und losweinen, weil sie sein Herz gestohlen hat. Jeder seiner Songs ist intensiv, eindringlich und trotz der sparsamen Instrumentierung mit Gesang  und Gitarrenbegleitung wird man in den Bann seines Blues gezogen. „Delilah“ ist mehr eine Folkballade als Blues und in „Man for the Road“ zieht er alle Register auf der Weissenborn Gitarre. Der unstete Mann, der in seinen Klamotten schläft, nicht den Unterschied zwischen Lilien und Rosen kennt und der sich am Ende der Welt selbst der Verantwortung des Eheversprechens entzieht. Mit „Spoonful“ huldigt er dem Willie Dixon und bei „I Bid You Goodnight, Sweet Marie“ wünscht er dann seiner Liebsten oder seinem Publikum mit seiner Weissenborngitarre verträumt eine gute Nacht.

Munich Talk Hörtipp: „I Bid You Goodnight, Sweet Marie“, weil es romantisch ist und eine positive Stimmung hinterläßt – „If Tears Were Diamonds“, weil es der   melancholische Gegensatz dazu ist.

Munich Talk Resumée: Spannendes Album eines rastlos reisenden Bluesmusikers

Videos:

Aktuelle Tourtermine:

05.05.2018 Minden AmeisenKulturhügel Hamburger Hof
12.05.2018 Wuppertal Bandfabrik
16.05.2018 Darmstadt Goldene Krone
17.05.2018 Würzburg Wunschlos Glücklich
18.05.2018 Speyer Irish Pub Inside
19.05.2018 Lörrach Nellie Nashorn
24.05.2018 Oppenheim Lili Marleen Kaffeehaus mit Band
26.05.2018 Staufen Wein und Musik Festival mit Band
30.05.2018 Bielefeld Leinewebermarkt mit Band
08.06.2018 Herzogenrath Spielzimmer 

Links:

https://www.badtemperjoe.com/

https://www.facebook.com/badtemperjoe


Send this to a friend