Reverend Freakchild (a.k.a. Fordham, Cleophus James, Fleetwood, Sal Paradise, Floyd Graves) ist den wenigsten von uns bekannt, in den USA erfreut er sich dagegen einer Menge Popularität.

Aufgewachsen auf Hawaii hat er später an der Northeastern Universität Boston Abschlüsse in Philosophie und Religion erworben. Heute ist er in Manhatten NY ansässig. Er spielte in einer Reihe von Formationen und wurde auch als Straßenmusikant bekannt. Seine Vorlieben liegen im Blues und Spiritual. Heute tritt er überwiegend als Solokünstler auf und hat u.a. eine sehr erfolgreiche Europatour absolviert.

Auf die Frage wie er denn zu seinem Namen Reverend Freakchild gekommen sei antwortete er in einem Interview von Michael Limnios:

„Lots of people ask me, „How’d ya get that name, Reverend Freakchild?“ And usually my first honest answer is, „Well it was a hell of a trip on Magic Mushrooms!“ And the other answer is a bit like the story Mississippi Fred McDowell tells about how everyone calls him ‚Mississippi‘ Fred McDowell but he’s really from Tennessee. I’m not really a Reverend, although I did get a Rev. license from the back of the National Inquirer years ago. I’m not a freak, although some ex-girlfriends might have something different to say about that and I’m no longer a child. But when I was much younger and playing in bars before I was legally allowed to drink I’d play these old spirituals and blues tunes and people would say, „You’re like some kind of Reverend Freakchild.“ Hey maybe I’m just a reincarnation of an old soul that use to like to play the Blues.“

Das sagt eine ganze Menge über den Mann, der mit Preachin‘ Blues seine neue Live CD auf den Markt bringt.

Es sagt auch viel über seine Musik. Ausgestattet mit einer National Resonator Guitar und einer Harmonika bestreitet er als Ein-Mann-Band das Programm. Die Pause zwischen den Stücken nutzt er für die Darstellung seiner Sicht der Dinge, was dann wohl unter Preachin‘ fällt.

Eines wird dabei sehr deutlich, Reverend Freakchild ist ein wirklicher Bluesmann der den Blues fühlt und lebt. Seine Mischung aus Country Blues, Folk und Americana sowie die Art der Präsentation erinnert deutlich an die großen Vorbilder aus der Pre-War-Ära.

Musikalisch ist das Album abwechslungsreich und spannend. Der letzte Song „Grinnin‘ in your Face“ wurde übrigens im Yorckschlösschen Berlin mitgeschnitten. Der Reaktion des Publikums kann man entnehmen, daß das Konzert begeistert hat!

Mir hat die CD das Gefühl vermittelt das man haben muß, wenn man in einem der letzten verbliebenen Juke Joints einen Musiker wie Robert Johnson gehört hätte. Ich bin sicher, daß das auch Plätze sind an denen sich Reverend Freakchild zu Hause fühlt.

Die CD erscheint erst am 1.1.17 und daher gibt es leider noch kein offizielles Bild des CD-Covers im Netz. Wir haben uns daher ein Bild von Reverend Freakchilds Facebookseite ausgeliehen.

Informationen zu Reverend Freakchild hier http://www.www-reverendfreakchild.org/

 

Label: treatedandreleasedrecords.com

US Release Date: 01. Januar 2017

Tracks:  1.            Breathing Blues

  1. See that my Grave is kept clean
  2. In my Time of dyin‘
  3. Preachin‘ Blues
  4. Kiss
  5. All I got is now
  6. Wish I was in Heaven sitting down
  7. It’s gonna be alight
  8. Grinnin‘ in your Face    

(BK)

 


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