Chris Robinson Brotherhood – Barefoot In The Head


Best-of-Alben, Tribute- oder Coverbands wärmen immer nur Altes auf, ohne einen neuen Beitrag zu leisten. Eine Band, die sich aber dem Stil und Sound einer ganzen Folk- und Westcoastperiode aneignet und dabei weit mehr als nur alter Wein in neuen Schläuchen füllt, ist die Chris Robinson Brotherhood. Das Album „Barefoot in the Head“ der Chris Robinson Brotherhood begeistert mich deshalb, weil beim Durchhören plötzlich die Gedanken um die Eagles oder CSN&Y kreisen, ohne die Gefilde der CRB zu verlassen. Chris Robinson hat mit 4 bzw. 5 weiteren Musikern ein tolles Folk-Rock-Album eingespielt, dass trotz der Nähe der Superbands nicht auch nur eine Note oder Silbe der möglichen Vorbilder kopiert. Ich denke auch, dass trotzdem die grafische Nähe des Albums nicht ohne Absicht an das CSN&Y Album „So far“ angelehnt ist. Das Album „Barefood in the Head“ hat 10 Titel, das Album ist einer haptisch angenehme Karton-Doppelhülle mit CD und einem kleine SW-Bandposter mit einer Doppelbelichtung der Band. Mit den Pilotenbrillen, langen Haaren und Bärten erscheinen die 5 Musiker komplett anachronistisch ähnlich einer eingeschworenen Bruderschaft, um die alten Relikte zu ehren und hoch zuhalten. Die zeitliche Nähe der Musik, des Stils und des Aussehens zu den folk-orientierten Rockbands der 70ern ist absolut gewollt.

 

Die Themen der Songs kreisen um einsiedlerische Herolde, Propheten, der Sonne – egal vom Hund gefressen und auch einfach nur blond, Frauen (was sonst) oder zur brechenden Herzen. Immer handelt es sich um menschliche oder übersinnliche Themen, genau so wie es die großen Vorbilder vor über 40 Jahren vorgelebt oder auch vorgedichtet haben. Die Musik kurvt durch die Klänge der Folkbands wie Eagles oder CSN&Y durch und Sphären der Hippiewelt. Selbst die Instrumentierung mit Gitarren-WahWah und dem Moogsound der Zeit erinnert an den Sound der 70er.

Mein Favoriten des Albums Songs wie „Blonde Light of Day“ oder „High is not the top“. Letztere ist dem Folk und Country am Nächsten, beide Songs zeugen von der songschreibenden Qualität der Chris Robinson Brotherhood.

Wen die Songtexte interessieren, kann hier nachlesen: http://chrisrobinsonbrotherhood.com/albums/barefoot-in-the-head/.  Nachzulesen rentiert, weil die Songtitel kaum Rückschlüsse auf den Text zulassen, deren Inhalt oft mystisch bis verklärt ist.

Songlist:

Barefoot In the Head
1 Behold The Seer
2 She Shares My Blanket
3 Hark The Herald Hermit Speaks
4 Blonde Light of Day
4 Dog Eat Sun
6 Blue Star Woman
7 High Is Not The Top
8 If You Had A Heart To Break
9 Glow
10 Good To KnowLyrics
Veröffentlicht: 21.7.2017
Künstler: Chris Robinson Brotherhood
Label: Silver Arrow Records
Formate: CD / LP / MP3

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