The Dog Town Blues Band: Everyday


Direkt aus USA und vom Truppenchef Richard „Loob“ Lubovitch selbst ging mir eine neue CD der Dog Town Blues Band zu. Wenn man das Booklet studiert, merkt man schnell, dass diese CD zum größten Teil in Eigenregie von „Loob“ und RVL Music  erstellt wurde. Auf der CD sind 10 Songs hörbar, davon 5 eigene Nummern und 5 Coverversionen wie z.B. „Everyday I have the blues“ von den beiden Sparks oder „Easy Baby“ von Willie Dixon oder „Same Old Blues“ von Don Nix. Die Band selbst besteht aus:

  • Richard „Loob“ Lubovitch, Guitar
  • Wayne Peet, Orgel und Piano
  • Bill Barrett, Chromatsiche Mundharmonika
  • Lance Lee, Schlagzeug
  • Tervor Ware, Kontrabass
  • Tom Lilly, E-Bass

Verstärkt werden sie durch die Jazzsängerin Barbara Morrison und einer Bläsertruppe  mit Andrew Pask und Dan Rosenboom.

Das Cover ist einfach und typisch amerikanisch gehalten – ein wildes Low Budget Layout und verschiedenste Fonttypen. Das aber nur zum Äußeren. Auf die Hülle soll man ja nichts geben, auf die Inhalte kommt es an. Recht viel mehr als die Songliste und der Dank an Barbara Morrison ist nicht nachzulesen.

Was ist drauf auf der CD? 10 Blues Songs mit viel Swing und New Orleans Sound. Gitarre unaufgeregt und völlig unverzerrt in Wes Montgomery Art weichgespült, glatte Bläsersätze und eine zuckersüße Barbara Morrison. „Everyday I have the blues“ ist flott dahingespielt. Was sofort auffällt ist die chromatische Harp von Bill Barrett. Auch das Instrumental „Shrimp Walk“ von „Loob“ und Bill Barret läßt an dieser Stelle aufhorchen. Echte Bluesstimmung kommt dann aber bei Willie Dixons „Easy Baby“ auf, wobei Barbara Morrison hier auch warm und eindringlich rüberkommt. Bei „Boxcar 4468“ plätschert ein weiteres Instrumenal auch ein wenig soft vor sich hin, aber Hammond Orgel fett und eine einfühlsam gespielte Pedal Steel bzw. Slidegitarre von Marcus Watkins. „Doc’s Boogie“ lehnt sich stark bei T-Bone Walker an. Das ganze zieht sich durch bis man bei „All the down“ wieder wegen der Chromatischen von Bill Barret aufhorcht. Da werden nicht ganz übliche Licks über ein „Hoochie Coochie Thema“ gespielt. Das klingt dann doch interessant bis verwegen. Der warme Blues kommt dann wieder bei „Same old Blues“ auf: Massives Intro – tremolierte Gitarre und dann nach der ersten Auflösung wieder die wunderbare Barbara Morrison. Wenn diese CD gut ist, dann weil eben Barbara Morrison und Bill Barret vor allem bei den selbst komponierten Nummern brillieren. Und da hat der Chef Richard „Loob“ Lubovitch seinen Einfluss geltend gemacht. Für mich die untypischste aber spannendste Nummer ist „Country Line“, abermals ein Instrumental von Richard „Loob“ Lubovitch, dass Funk, Blues und Soul mischt. Insgesamt hätte ich mir bei der Besetzung und Instrumentierung ein bisschen mehr Kanten und Ecken oder auch einfach nur mal eine verzerrte Gitarre statt glatten Sound gewünscht. Wer gerne den Mix aus Swing und Blues mag, dem wird die CD gefallen.

Und weil Weihnachten ist, hat uns „Richard „Loob“ Santa Claus noch 2 CDs für Euch dazu gesteckt. Wir ziehen aus den ersten 5 Likers dieses Artikels 2 glückliche Gewinner.

http://www.thedogtownbluesband.com/

http://www.barbaramorrison.com/about-barbara.html

 

Beziehbar sind die Songs hier:

http://www.cdbaby.com/cd/thedogtownbluesband2

https://www.amazon.com/Everyday-Dogtown-Blues-Band/dp/B01JO9L0VU

https://itunes.apple.com/us/album/everyday/id1140660148

Und wer sich für die Coverbilder interessiert: Das ist die Ecke Halsted und Maxwell Street, Chicago 1962…Day and Night

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