Gregg Allman: All my friends – celebrating the songs & voice of Gregg Allman


Text: Mario Bollinger

Mit dem Ausscheiden vom Derek Trucks und Warren Haynes was das Ende der Allman Brothers eigentlich besiegelt. Eigentlich! Aber Gregg Allman machte aus der Not eine Tugend, lies im Januar diesen Jahres im Fox Theatre in Atlanta eine bombastische Show organisieren und sich und seine Songs ausgiebig feiern. Zwar ist das Ende der Allman Brothers Band mit der Show nicht ganz in Relation zu setzen, aber dieses Tributalbum hält auf alle Fälle die Erinnerung wach. Best-of und Compilations sind normalerweise nicht mein Fall, aber hier ist die Intension eine Andere. Das Gesamtwerk steht im Vordergrund. Statt der Linie innerhalb einer CD gibt es phantastisches Line-up von Freunden, die das ihrige beitragen, um Gregg Allmans Lebenslinie mit seinen Songs zu untermalen. Diese Show wurde nun in Form einer doppelten Audio CD und einer Video DVD veröffentlicht. Zu finden sind nahezu nur Songs aus der Feder oder mit Beteiligung von Gregg Allman. Die Liste der Freunde zeigt die große Bandbreite, mit der Gregg Allmann Songs geschrieben hat. Aus der Neuzeit stammen Songs, wo Warren Haynes und Derek Trucks schon Lead gespielt haben aber ebenso findet man schöne Stücke mit Dr. John oder ganz alte Coverversionen von Muddy Waters. Die Auswahl der Stücke und der Sänger zeichnet eine authentische Spur von Soul mit Sam Moore bis Country mit Vince Gill, Martina Mc Bride oder Pat Monahan. Fulminant auch die Versionen von „Dreams“ und „Whipping Post“ der kompletten Allman Brothers Band, wo ein perfektes Weaving von Sologitarren, Drums und Bass gespielt wird. Gregg Allman selbst tritt insgesamt nur sechs Mal in  Erscheinung, ansonsten läßt er seinen Freuden den Vortritt. Mit Jackson Brown singt er dann aber die Songs „These Days“ und „Melissa“ und mit Taj Mahal gibt es dann den „Statesboro Blues“ zu hören. Insgesamt gibt es 26 Songs in Audio CD oder Video DVD samt einem Booklet mit Bildern. Nicht zu vergessen die All Star Band mit Topmusikern wie Chuck Leavall und Jimmy Hall, nur um 2 von 12 Musikern zu nennen.

Die DVD als Ergänzung zu den beiden Audio CDs ist eine bombastische Bereicherung, weil das Fox Theatre eine fantastische Location ist. Viele seiner Weggefährten kommen zu Wort und äußern sich über Gregg Allman und über die Zusammenarbeit mit ihm. Dass Dickey Betts nicht zu den Freunden gehört, ist fast schade. Das übliche Gruppenbild mit Gesang zu „Will the Circle be unbroken“ zeigt noch mal die ganze Bandbreiten von Gregg Allmans Wirken und musikalischen Einflüssen und Beeinflussungen. Das Album ist als Livemitschnitt fast zu sauber und glatt produziert ist und doch: Für Allman Brother Band oder Gregg Allman Fans ein Muss, auch wenn die Freundesliste sich mit Eric Claptons Crossroads 2013  deutlich überlappt.

 


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